1. Akt - wie alles begann

 

Wie schon so oft. Man müsste doch mal... So begann unser Abenteuer mit dem Lada Niva nach Toljatti an der Wolga.

Nach zwei Jahren ist es nun wieder so weit. Man müsste doch mal!
Genau! Den Baltic Sea Circle fahren! Gesagt, getan.

Was fehlt, wie immer am Anfang solche Aktionen, ist das richtige Auto. Es soll geräumig, sparsam und natürlich aus ostzonaler Produktion sein. Nach einigem Suchen wurden wir fündig. Ein Škoda Forman wird unser Reisewagen sein.

Angeboten in Saarlouis -natürlich wieder in der entferntesten Ecke Deutschlands- bot der Škoda einen willkommenen Anlass, einen Feiertagsausflug zum Tag der deutschen Einheit zu unternehmen. Für wenig Geld gekauft und per Achse nach Hause gefahren. Auch dieses Prozedere behalten wir bei! Unterwegs offenbaren sich kleinere Mängel. Die Radlager hinten schreien nach Erneuerung, das Auto zieht beim Bremsen leicht nach rechts und die Ventildeckeldichtung dichtet nur noch sporadisch. Vor dem geistigen Augen erscheint der Eintrag im HU-Bericht: "Umweltbelastung: Motor/getriebe ölfeucht". Aber diese Mängel werden nach und nach abgestellt.
 

 

For men? - Forman!

Alte Autos - weite Reisen!

 

Und das ist unser Reisewagen, getauft auf Miloš, nach dem tschechoslowakisch-US-amerikanischer Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor Miloš Forman.

Nach mittlerweile 3000 pannenfreien Kilometern im Forman wächst das Vertrauen in den kleinen Tschechen.

2. Akt -Vorbereitungen

 

Reisen an sich ist das Eine - Übernachten das Andere. Auf einer Tour über tausende Kilometer kann man natürlich jeden Abend eine Pension oder ein Hotel ansteuern, oder im Auto schlafen. Hotelübernachtungen bieten zwar einen Komfort wie zu Hause, doch strapazieren sie das Budget deutlich mehr, als notwendig. Und man ist irgendwie in der Routenplanung etwas eingeschränkt.

Übernachtungen im Auto fallen auf Grund der Größe des Fahrzeugs aus. Und wenn man schon den ganzen Tag im Auto sitzt, möchte man nicht unbedingt auch noch da drin schlafen. Bliebe noch die Möglichkeit des klassischen Campings. Da wo es einem gefällt für eine Nacht das Zelt aufschlagen... Allerdings bedingt das, das tägliche Aufbauen und Einräumen, bzw. umgekehrt sämtliche Übernachtungsausrüstung wieder im Auto zu verstauen, das Zelt hinterher. Kann man machen - muss man aber nicht.
Denn die für uns optimale Lösung ist ein Dachzelt. Aufklappen, schlafen und am nächsten Morgen wieder zuklappen.


Da der Forman mit einer nicht sehr hohen Dachlast glänzt, soll es ein möglichst leichtes Dachzelt sein.
Nehmen wir doch einfach das leichteste Dachzelt am Markt. Das Frontrunner Feather Lite.

Nur 43kg bei fernreisetauglichen Abmessungen von 1,30x2,40m. So soll´s sein.

Mehr zu Kauf und Montage:

 

3. Akt - Das Zelt auf dem Dach

 

Um ein Dachzelt überhaupt nutzen zu können, muss das Fahrzeug über eine ausreichend hohe zulässige dynamische Dachlast verfügen. Beim Škoda Forman sind es 50kg. Für das anvisierte Frontrunner-Dachzelt bleiben sogar noch 7kg Reserve! Sehr gut!
Montiert wird das Zelt auf handelsüblichen Dachträgern.

Wie gut, dass uns neue, originale Dachträger für den Favorit/Forman über den Weg gelaufen sind. Kostenpunkt: 40€.
 

4. Akt - Das Blech und der Prüfingenieur

Um nun den Forman auf den neuen Besitzer zuzulassen, braucht es als erstes eine neue HU-Plakette. Grundsätzlich scheint das bei dem Wagen nicht das Problem zu sein. Denkste...

Der Stoßdämpferdom zeigt sich von seiner besten Seite und macht dem Ruf eines Škoda als BMSR (böhmisch-mährischer Schnellroster) alle Ehre.
Wir sind dann mal in der Werstatt...

Frische HU-Plakette! Das Auto ist nun für die Rallye bereit. In den nächsten Tagen folgt noch die Beschriftung.

Die Beschriftung von 79oktan ist am Wagen. Mittlerweile sind 9000km im Forman zusammen gekommen. Der Reiserallyewagen läuft zuverlässig, bei einem Spritverbrauch von rund 7l/100km. Läuft...

Wir sammeln zwischenzeitlich weiter Spenden und auch auch die ersten Sponsoren sind kontaktiert. :-)

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